Qualität in der Kita

"Hast Du nach innen das Mögliche getan, gestaltet sich das Äußere von selbst". (J. W. v. Goethe)

Damit „das Äußere“ weiter gut gestaltet werden kann, ist es wichtig, dass wir uns ab und an Zeit für „das Innere“ nehmen und bewusst reflektieren, was in der täglichen Arbeit gut läuft und wo noch weitere Schritte gegangen werden können oder müssen.

Auch in der Kita werden heute Aspekte von Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung immer wichtiger. Unterschiedliche Ansätze ermöglichen eine strukturierte Auseinandersetzung mit pädagogischen Haltungen und Arbeitsabläufen. Wenn der aktuelle Ist-Zustand erkannt wird, können im nächsten Schritt Ziele und Maßnahmen ausgearbeitet werden, um Qualität zu wahren und weiterzuentwickeln.

Dieser Auseinandersetzungsprozess mit der eigenen Arbeit ist sinnvollerweise nie abgeschlossen, da sich im Alltag Veränderungen ergeben, auf die reagiert werden muss – und weil es einfach immer noch etwas gibt, was man verbessern könnte. Damit wird deutlich, dass wir stets auf dem Weg sind und uns immer nur an einer „Zwischenstation“ befinden. Das ist eine Haltung, die auch dem Umgang mit der Entwicklung von Kindern zugute kommt.

Wichtig ist es, die Qualität der Arbeit in all ihren Facetten zu betrachten. Wo sind wir gut? Lasst uns das würdigen! UND außerdem wollen wir noch besser werden, und das ist ein weiterer Grund zum Feiern! Es ist die Freude an der eigenen Weiterentwicklung, die die Qualitätsentwicklung befördert.

Davon abgesehen können Teams von vielen „Nebenwirkungen“ des Qualitätsentwicklungsprozesses weiter profitieren. Denn dadurch 

  • üben Fachkräfte den Umgang mit Aushandlungsprozessen und dialogischen Prinzipien – was auch der Arbeit mit Kindern sehr zugute kommt,
  • üben Fachkräfte ihre Selbstreflexion,
  • entwickelt sich im Team eine fehlerfreundliche Haltung,
  • werden gruppendynamische Prozesse im Team befördert,
  • wird die Auseinandersetzung mit fachlichen, persönlichen Unterschieden und generell mit Bandbreiten des Lebens befördert,
  • professionalisiert sich jede einzelne Fachkraft,
  • werden im Team geltende Werte, Normen und Prinzipien gemeinsam hinterfragt und
  • grundsätzlich die Kita als Organisation in ihrer Entwicklung unterstützt.

Als Multiplikatorin der internen Evaluation begleite ich Teams bei ihrer eigenen Auseinandersetzung mit der fachlichen Qualität. Als Evaluatorin führe ich externe Evaluationen in Berliner und Brandenburger Kitas durch.