Weiterlernen - sich selbst entwickeln...

„Durch Selbsttätigkeit wird aller Bildungserwerb erzielt".

 Célestin Freinet

Aus der Hirnforschung wissen wir heute, dass das Gehirn kein Muskel ist, der durch Auswendiglernen und Wiederholen trainiert werden kann, sondern dass nur dann nachhaltig gelernt wird, wenn uns etwas „unter die Haut geht“. Bildung ist ein aktiver, sinnlicher, lustvoller und zutiefst individueller Prozess. Und was in diesem Prozess für uns bedeutsam und begeisternd ist, das bestimmen wir selbst. Niemand kann es uns vorschreiben. Wir sind nicht belehrbar, wir können nur selbst lernen. Das gilt für Erwachsene wie auch für Kinder.

In der Elementarpädagogik ist dieses Bildungsverständnis angekommen. Pädagogische Fachkräfte verstehen sich heute als wirkliche BegleiterInnen der Kinder auf ihren individuellen Lernwegen und fördern ein selbstbestimmtes, selbstmotiviertes Lernen auf der Grundlage stabiler Bindungen und Beziehungen. Doch je mehr wir uns in diesem Bildungsverständnis zu Hause fühlen, desto deutlicher treten noch offene Fragen zutage. Im Alltag betrifft das oft Themen wie z. B. Partizipation, Dialoggestaltung mit Kindern und immer wieder Fragen rund um ein „entdeckendes Lernen“. Oft spüren wir Erwachsene, dass wir uns an zentralen Punkten mit unserer Biografie und unseren Vorstellungen noch selbst im Wege stehen, und Fachkräfte melden mir häufig zurück, dass sie sich selbst gern weiterentwickeln möchten – zu einem noch partizipativeren und dialogischeren Miteinander mit Kindern.

Auf dem Weg zu einer dialogbasierten Elementarpädagogik begleite ich pädagogische Fachkräfte als Fortbildnerin, als Dozentin oder als Vortragskünstlerin. Wichtigste Eckpfeiler meines „pädagogischen Gebäudes“ bilden das „Berliner Bildungsprogramm“ und der pädagogische Ansatz von Célestin Freinet.

Die Freinet-Pädagogik ist eine kreative, entwicklungsfreudige Pädagogik, die vor allem direkt in der pädagogischen Praxis entsteht. Sie ist frei von ideologischer Einseitigkeit und vereint aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit Praxiserfahrungen und Ideen anderer pädagogischer Ansätze. Die Erprobung im Leben und der Praxisbezug sind dabei stets wichtiger als die Entwicklung eines geschlossenen pädagogischen Konzepts. Vor diesem Hintergrund biete ich ungern vorgefertigte „Themen“ an, sondern entwickle lieber gemeinsam mit Ihnen Ihre ganz eigene Fortbildungsfrage. Denn wie für Kinder gilt auch für Erwachsene:

Freinet-Pädagogik

  • setzt konsequent auf Selbstbildungsprozesse
  • ist Alltagspädagogik
  • berücksichtigt individuelle Lernwege
  • ist Beziehungsgestaltung
  • ist auf allen Ebenen partizipatorisch und dialogisch

Als Mitglied im „balance – Forum für Freinetpädagogik“ bin ich Teil eines professionellen Teams mit vielfältigem Erfahrungsschatz und breitem beruflichen Hintergrund. Wenn ich also bei einem Thema nicht die perfekte Ansprechparterin für Sie bin, dann vermittle ich Ihnen gern den Kontakt zu einer Kollegin oder einem Kollegen.